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Weiblicher Torso

Weiblicher Torso

Werkverzeichnis-Nr.:
260
Objekttyp:
Alternative Titel:
Torso
Entstehungsort:
Atelier Altlangsow/Oderbruch
Technik / Material (Werteliste):
Marmor
Technik / Material (Freitext):
Marmor
Maße (HxBxT):
39 x 44 x 20 cm
Signatur:
unbekannt
Bezeichnung, durch Künstler/in:
unbekannt
Beschriftung, von fremder Hand:
unbekannt
Objektbeschreibung:
sich seitlich neigender weiblicher Torso
Aktueller Standort:
Galerie Helle Coppi, Berlin
Aktuelle Präsentation:
Depot
Eigentümer:
unbekannt
Zugangsart:
unbekannt
Bemerkungen zur Provenienz:
Galerie Helle Coppi, STOE/S 127
Zugangsjahr unbekannt
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
„Stötzers Torsi – Brust, Rumpf, Oberschenkel – erscheinen so verletzlich wie abweisend [...] Das weibliche Körperfragment hingegen öffnet sich sinnlich. Das breite Becken, Bauch, Brüste offenbaren die Spuren des Meißels. Alles ist nur Andeutung. So geheimnisvoll wie gelassen ruht die Gestalt noch tief im Stein, als Mysterium von Werden und Vergehen, von Liebe und Schmerz.
Solche Figuren-Grammatik erzählt, welch besonderer, großer Meister am Stein der gebürtige Thüringer und Akademie-Meister gewesen ist. Nur wenige aus dem klassischen Fach beherrschten in der Spätmoderne diesen Rhythmus von Bauch, Brust, Schultern, Armen - und jene charakteristische Neigung der Figur. [...]
Er ließ den Stein reden, machte das Naturmaterial [...] zu zeitlosen Gleichnissen, zu Körperlandschaften. Immer waren es Fragmente. Er habe, sagte er, in seinem Leben zu oft Trümmer gesehen, reale und geistige. Das führte zum Torso, zu einer Figurendarstellung, die nicht Pathos und Harmonie zeigt, sondern reduzierte, gar beschädigte Körper.“
(Ruthe, Ingeborg, Berliner Zeitung, 01.04.2016)
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
s/w Digital Repro
Kernbestand:
ja
Nachlassbestand:
nein

Mangelsdorf, Frank/Götzmann, Jutta (Hg.), Lebenswerke, Frankfurt/Oder 2013, hier: S. 6.
Ruthe, Ingeborg, Spuren im Stein, in: Berliner Zeitung 01.04.2016 76, hier: Abb oben rechts.

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Ilona Ripke