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Themen

Sachindex
Großplastik, Relief, Figurengruppe, Auftragswerk, Mythologie, Urteil des Paris, Jugend, Alltag, Öffentlicher Raum

Ortsindex
Frankfurt (Oder)

Jugend - Urteil des Paris

Werkverzeichnis-Nr.:
084
Objekttyp:
Entstehungsort:
Atelier Berlin-Altglienicke
Technik / Material (Werteliste):
Betonguss
Technik / Material (Freitext):
Betonguss
Maße (HxBxT):
145 x 309 x 34 cm
Betonsockel: 40 x 309 x 34 cm
Signatur:
unsign.
Bezeichnung, durch Künstler/in:
unbez.
Beschriftung, von fremder Hand:
unbeschr.
Objektbeschreibung:
vierfiguriges lebensgroßes Relief mit einer Dreiergruppe von Frauen, denen rechts eine männliche Figur gegenübersteht; die Komposition ist jeweils links, rechts und mittig durch drei Vertikalen von stilisierten Bäumen klar strukturiert
Artefakte / Herstellungsprozess:
Umfeld der Großplastik: Urteil des Paris, 1970, Bronze, 13 x 19 x 3.5 cm, unregelmäßige Form
Gießerei Falk Mundy, Parmen (Auflage Kleinplastik, Bronze), Galerie Helle Coppi Berlin
Aktueller Standort:
Kulturbetriebe der Stadt Frankfurt (Oder), Karl-Marx-Straße (vorher Rosengasse)
Aktuelle Präsentation:
öffentlicher Außenraum
Eigentümer:
Kulturbetriebe der Stadt Frankfurt (Oder)
Zugangsart:
Auftragswerk
Bemerkungen zur Provenienz:
Zugangsjahr unbekannt

als Kleinplastik: Privatbesitz (Bronze, 13 x 19 x 3.5, links bezeichnet, Geschenk von Freunden 2015)
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
Das Urteil des Paris ist eine berühmte Episode der griechischen Mythologie. Es geht um einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „Der Schönsten“, den Eris, die Göttin der Zwietracht, auf die Festtafel bei der Hochzeit von Peleus und Thetis geworfen hatte, um Zwietracht zu säen, weil sie nicht geladen worden war. Den Apfel beanspruchten die Göttinnen Hera, Athena und Aphrodite. Der Jüngling Paris musste das Urteil fällen, welche von den drei Göttinnen die schönste ist. Paris wählte Aphrodite.
Schon in der Zeit der Antike war „Das Urteil des Paris“ ein häufig dargestelltes Thema, das in allen Kunstepochen immer wieder aufgegriffen wurde.
Die Skulptur war ein Auftrag der Stadt Frankfurt (Oder). Der damalige Leiter des Baustabes Kunst Werner Klugmann (1926-2013) schätzte die Arbeiten von Werner Stötzer sehr. Der Entwurf entstand im Atelier Altglienicke, der Betonguss wurde in Frankfurt (Oder) erstellt. Um dem Guss Farbe zu verleihen, hatte Stötzer die Skulptur vor der Einweihung mit Schuhcreme „patiniert“.
Werner Stötzer war einer der ersten Künstler in der DDR, der bei einem Relief in dieser Größe mit Durchbrüchen arbeitete.
Die Großplastik wurde 2018/2019 im Auftrag des Grünflächenamtes 66 der Stadt durch Thomas Weiss (Berlin) restauriert und am alten Standort wieder aufgestellt.
Weitere Abbildungen:

Jugend - Urteil des Paris (vermutlich Entwurf)
1969

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Rainer Zeletzki

Jugend - Urteil des Paris
1969, Arbeitsstadium
rechts im Hintergrund: Werner Stötzer

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Rainer Zeletzki

Jugend - Urteil des Paris
1969
ursprünglicher Standort Rosengasse

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Rainer Zeletzki

Urteil des Paris
1964
Zement
13.2 x 20 cm

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Akademie der Künste, Berlin, Christian Kraushaar

Urteil des Paris
1970
Bronze
13 x 19 x 3.5 cm
Galerie Helle Coppi

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Inge Zimmermann
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
s/w Digital Repro
Weitere Reproduktionsvorlagen:
s/w Digital Repro
Kernbestand:
ja
Nachlassbestand:
nein

Drömert, Frank, Tischler, Ute u.a., KUNST im öffentlichen Raum, Frankfurt (Oder) 2006, hier: unpagin., Karl-Marx-Straße.
Poltiniak, Wally, Werner Stötzer zum Geleit, in: Werner Stötzer 1970, hier: S. unpag. Ausstellungsverz. Nr. 17 (o. Abb., 1967, Zement, 50 x 57 cm)).
Wagner, C., Das "Urteil des Paris" ist ein zeitloses Relief, in: Märkische Oderzeitung 28.10.1992.

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Rainer Zeletzki