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Themen

Sachindex
Grabmal, Mediziner, Öffentlicher Raum

Personenindex
Brugsch, Theodor

Ortsindex
Berlin

Grabmal Theodor Brugsch (1878-1963)

Werner Stötzer; Wloch, Carlo - Steinmetzmeister (Ausführender / Grabstein, Grabplatte) 1964 [1964-1965]
Stötzer, Werner [Werkverzeichnis Skulptur und Plastik] 482

Werkverzeichnis-Nr.:
482
Entstehungsort:
Atelier Berlin-Altglienicke
Gründe der Datierung (Freitext):
entstand kurz nach dem Todesjahr von Theodor Brugsch
Technik / Material (Werteliste):
Bronzeguss
Technik / Material (Freitext):
Bronzeguss auf Sandstein
Maße (HxBxT):
31 x 200 x 4.5 cm
Relieftiefe: 1.8 cm
Sandstein: Höhe 116 x 200 x 29.5 cm
Signatur:
unsig.
Bezeichnung, durch Künstler/in:
unbez.
Beschriftung, von fremder Hand:
unbeschr.
Objektbeschreibung:
Relief mit 4 Szenen zu medizinischen Behandlungen eines Kranken, auf Stein aufgesetzt
Artefakte / Herstellungsprozess:
Gießerei unbekannt
Aktueller Standort:
Friedhof Dorotheenstädtisch-Friedrichswerdersche Gemeinde
Aktuelle Präsentation:
öffentlicher Außenraum
Eigentümer:
Privatbesitz
Zugangsjahr:
1963
Zugangsart:
Auftragswerk
Bemerkungen zur Provenienz:
Friedhofsadresse: 10115 Berlin, Chausseestraße 126
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
Theodor Brugsch (11.10.1878, Graz/Österreich – 11.07.1963, Berlin)
deutscher Internist und Politiker, wirkte bis 1909 an der Berliner Charité, dann als Ordinarius an der Medizinischen Universitätsklinik Halle/Saale, 1945-1957 als Ordinarius für Innere Medizin an der Ost-Berliner Charité. Von 1949-1954 Abgeordneter der Volkskammer der DDR

Es ist nicht überliefert, von wem der 32-jährige Stötzer nach dem Tod von Brugsch den Auftrag für die künstlerische Gestaltung des Grabsteins erhielt. Er entschied sich für ein flaches, langezogenes Bronzerelief, auf dem er verschiedene Figurengruppen ordnete, die an Tätigkeiten und Wirkung der zu ehrenden Persönlichkeit erinnern. Bei der Ausführung der Arbeit mag ihm auch die Bedeutung des Ortes bewusst gewesen sein: Der Evangelische Dorotheenstädtische Friedhof in Berlins Stadtmitte ist der letzte Ort für bedeutende Künstler, Wissenschaftler und Staatsmänner. Im Ergebnis entstand ein zeitloses, stilles und detailreiches Werk auf Augenhöhe zu Leistung und Würde des Verstorbenen.
Im Jahr der Aufstellung des Grabsteins, 1965, erhält Stötzer die Einladung zu einem Wettbewerb des Chemiefaserkombinats Guben zur Gestaltung einer Giebelfläche der neuen Poliklinik. Er reicht seinen Entwurf unter dem Titel "Eid des Hypokrates" auch in Form eines Reliefs ein; es wird abgelehnt. Den Auftrag zur Ausführung erhält sein Bildhauerkollege Jo Jastram, der unter der Losung "Die Vielfalt des Lebens" etwas dekorativer vom Alltag der Menschen erzählt.
Weitere Abbildungen:

Grabmal Theodor Brugsch (1878-1963)
1963
Bronze (Reliefdetail)
31 x 200 x 4.5 cm

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Astrid Volpert

Grabmal Theodor Brugsch (1878-1963)
Relief auf Grabstein

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Astrid Volpert
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
Digitales Original
Weitere Reproduktionsvorlagen:
Digitales Original
Kernbestand:
nein
Nachlassbestand:
nein
© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Inge Zimmermann