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Sachindex
Figur, Allegorie

O.T.

Werkverzeichnis-Nr.:
015
Objekttyp:
Entstehungsort:
Atelier Deutsche Akademie der Künste zu Berlin-DDR
Technik / Material (Werteliste):
Gips
Technik / Material (Freitext):
Gips
Maße (HxBxT):
Maße unbekannt
Signatur:
unbekannt
Bezeichnung, durch Künstler/in:
unbekannt
Beschriftung, von fremder Hand:
unbekannt
Objektbeschreibung:
Figur im Handstand
Artefakte / Herstellungsprozess:
zwischen Boden und Decke gespannter Körper, geformt aus Ästen, die mit Gips verkleidet wurden
Aktuelle Präsentation:
vernichtet
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
1957 und 1958 feierten Schüler und Meister der Akademie der Künste im ehemaligen Heizungskeller des Gebäudes am Pariser Platz Fasching. Zum „Klub“ der Meisterschüler, der die Räume mit Malereien und Installationen ausstattete, gehörte Werner Stötzer. Zum ersten Fest steuerte er eine Reihe von Gipsskulpturen bei, die zwischen Fußboden und Decke des Kellers verspannt waren. Sie sind nur in historischen Fotos erhalten geblieben. Im zweiten Jahr, 1958, baute Stötzer einen schwarzen Milchwald auf - frei nach Dylan Thomas' gleichnamigem Stück, das damals im Schiller-Theater gespielt wurde. „Ich habe alte Baumstämme benutzt, die wir aus dem Tiergarten geholt hatten: Strünke und trockenes Holz. Die habe ich mit Gips bestrichen, so dass ein Geäst entstand.“ (Stötzer in: Bilderkeller, Berlin 2019, S. 60)
1989 wurden die „akademischen Katakomben“ wiederentdeckt, in jahrelangen restauratorischen Schüben freigelegt und gesichert und sind seit 2018 in Führungen wieder zu besichtigen.
Weitere Abbildung:

Milchwald von 1958
restauriert 2018
Bilderkeller der Akademie der Künste, Berlin, Pariser Platz

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Astrid Volpert
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
s/w Digital Repro
Weitere Reproduktionsvorlagen:
Digitales Original
Kernbestand:
nein
Nachlassbestand:
nein

Lammert, Angela/Schönemann, Carolin (Hg.), Bilderkeller, Berlin 2019, hier: S. 41, 42, 114 (Abb.).

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Akademie der Künste, Berlin, Christian Kraushaar