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Figurengruppe, Pietà, Mutter und Kind, Öffentlicher Raum

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Würzburg

Pietà

Werner Stötzer; Karl Hagen-Stötzer (Assistent); Dirk Bretschneider (Künstler/ Ausführender) 2003 [2000-2003]
Stötzer, Werner [Werkverzeichnis Skulptur und Plastik] 425

Werkverzeichnis-Nr.:
425
Objekttyp:
Entstehungsort:
Atelier Altlangsow/Oderbruch
Gründe der Datierung (Freitext):
Spanne von Auftragserteilung bis zur Aufstellung
Technik / Material (Werteliste):
Marmor
Technik / Material (Freitext):
Carrara-Marmor aus der Cave Michelangelo
Maße (HxBxT):
185 x 128 x 80 cm
Signatur:
verso l. auf der Oberseite des Sockels, auf dem die Figur sitzt, mit ligiertem Monogramm:
Werner Stötzer
Pieta
2001/2002
Bezeichnung, durch Künstler/in:
unbez.
Beschriftung, von fremder Hand:
unbeschr.
Objektbeschreibung:
sitzende Mutterfigur mit totem Sohn auf den Knieen
Artefakte / Herstellungsprozess:
Vertrag der Diözese Bistum Würzburg mit Galerie Schwind zur Anfertigung einer Marmorskultur durch WS; der Steinblock wurde Anfang Februar 2000 gekauft, Ausfertigung: 2000-2003, Anlieferung Ende Oktober 2003, Enthüllung am 6.11.2003 auf dem Kiliansplatz
Mitarbeit: Karl Hagen-Stötzer, Dirk Bretschneider
Aktueller Standort:
Kiliansplatz vor dem Dom, Würzburg
Aktuelle Inventarnummer:
E/2001-44.B.St.
Aktuelle Präsentation:
öffentlicher Außenraum
Eigentümer:
Diözese, Bistum Würzburg
Zugangsjahr:
2003
Zugangsart:
Ankauf
Bemerkungen zur Provenienz:
Auftragswerk
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
„Lieber Werner, [...] ich komme soeben aus Würzburg zurück. Ich habe mir den Stein angesehen auf seinem endgültigen Platz. Der erste Eindruck war überraschend: er war so klein. In Deinem Garten war er ein Riese, auf dem Domplatz, neben dem sehr schönen gedrungenen Dom, der nicht in die Höhe strebt, sondern seine Kraft aus der Ausbreitung nimmt, wirkt die Pietà fast zierlich. Der Stein ist nicht zentral, sondern fast beiseite gestellt. Im ersten Moment hatte ich damit Mühe, aber es gefällt mir. Es wirkt beiläufiger, ist mehr eingebunden in den Platz und in die Stadt [...]
Dein Stein leuchtet. Ich habe ein bißchen Passanten beobachtet, ihnen zugehört. Sie haben noch Mühe mit dem veränderten Platz, betrachten die Pietà mißtrauisch, prüfend, akzeptieren die Arbeit.
So ein kleines Unbehagen bei der Ankunft eines neuen, noch unbekannten Familienmitglieds, ein Unbehagen, was nur bedeutet, nicht jeder ist willkommen und schon gar nicht gibt es Vorschuß, erst wird geschaut und geprüft – und dann wollen wir mal sehen, wie es mit uns weiter geht. Also eigentlich zuversichtlich stimmend für die Arbeit.“
(Christoph Hein, 2003, Aus einer Mappe für Werner Stötzer zum 75. Geburtstag, 2006)
Weitere Abbildung:

Pietà (Arbeitszustand)
2003
Marmor
Maße unbekannt

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Inge Zimmermann
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
Digitales Original
Kernbestand:
ja
Nachlassbestand:
nein

anonym, Neuer Kiliansplatz in Würzburg 11.11.2003. www.b4bmeinfranken.de/b4b-nachrichten/wuerzburg_artikel.-neuer-kiliansplatz-in-wuerzburg-_arid.26997.html
Berger, Ursel (i.A. des Georg-Kolbe-Museum Berlin) (Hg.), Werner Stötzer 1931-2010, Berlin 2011, hier: S. 24.
Heise, Bernd/Flügge, Matthias/Fuhrmann, Matthias (Hg.), Wegzeichen, Berlin 2006, hier: S. unpag., Taf. 7.
Pietrzok, Marion, Ein Zweiglein wartet noch – Werkschau im Kolbe-Museum, in: Neues Deutschland 02.02.2011, hier: Stötzer und sein Werk, F.: Frank Wegner.
Ruthe, Ingeborg, Die Härte wird gefügig, in: Berliner Zeitung 19.04.2003, hier: S. 3 Abb. vor dem Werk, F.: Markus Wächter.
Veit, Jens, Ein Leben für den Stein, in: Blickpunkt Frankfurt (Oder) 06.11.2002, hier: S. 15 Abb. von Johann Müller während der Arbeit im Ateliergarten und Abb. des Entwurfs.

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Frank Wegener