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Torso

Stürzender Torso

Werkverzeichnis-Nr.:
109
Objekttyp:
Entstehungsort:
Atelier Berlin-Altglienicke
Technik / Material (Werteliste):
Sandstein
Technik / Material (Freitext):
Sandstein
Maße (HxBxT):
18 x 28 x 19 cm
Signatur:
unsign.
Bezeichnung, durch Künstler/in:
unbez.
Beschriftung, von fremder Hand:
unbeschr.
Objektbeschreibung:
auf dem Rücken liegender, überstreckter Torso
Aktueller Standort:
Privatbesitz, Dresden
Aktuelle Präsentation:
Privatraum
Eigentümer:
Privatbesitz, Dresden
Zugangsjahr:
2012
Zugangsart:
Ankauf
Voreigentümer:
-1991 Roland Jäger, Leipzig
Auktionshaus Irene Lehr, Leipzig
Bemerkungen zur Provenienz:
erworben bei Auktion am 27.10.2012
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
„Die Torsi sind nicht als Torsi gedacht. Die steinernen Spolien, die Fundstücke, die ich einige Zeit ausschließlich als bildhauerisches Material verfügbar hatte, haben mich zum Thema Torso aufgrund ihrer Form gezwungen. Aber es hat mir letztendlich sogar großen Spaß gemacht, aus dem Vorhandenen etwas in den Stein hineinzupacken.“ (Stötzer, Werner, DuMont Köln 1991, S. 48)
Der Vorgang des Fallens bildete für viele Künstler (u.a. Waldemar Grzimek, Marino Marini, Wieland Förster) einen besonderen künstlerischen Anreiz. Auch für Stötzer war die Gestaltung des Torsos ein entscheidendes Ausdrucksmittel. Dieser - weibliche - Torso ist für Stötzer eine Projektionsfläche für Zerstörung und Gewalt, ein Ausdruck der existentiellen Gefährdung des Menschen, aber auch ein Ausdruck für die Unzerstörbarkeit. Das vermittelt die Gestaltung der kompakten Körperlichkeit ebenso wie die Expressivität der runden ausladenden, fast barocken Formen. Strukturen der Bearbeitung sind sichtbar geblieben und betonen die Gestaltung.
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
s/w Digital Repro
Kernbestand:
ja
Nachlassbestand:
nein

Akademie der Künste zu Berlin u.a. (Hg.), Werner Stötzer: Skulptur und Zeichnung, Köln 1991, hier: S. 85, Tafel 35.
Jacobi, Fritz u.a., Werner Stötzer. Plastik und Zeichnung, Berlin 1977, hier: 106, Abb. S. 62.

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Akademie der Künste, Berlin, Christian Kraushaar