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Themen

Sachindex
Liegende Figur, Allegorie, Flusslandschaft

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Oder, Land Brandenburg

Die Flut

Werkverzeichnis-Nr.:
278
Objekttyp:
Alternative Titel:
Der große Fluss Oder
Entstehungsort:
Atelier Altlangsow/Oderbruch
Technik / Material (Werteliste):
Marmor
Technik / Material (Freitext):
Marmor
Maße (HxBxT):
75 x 158 x 40 cm
Signatur:
unsign.
Bezeichnung, durch Künstler/in:
unbez.
Beschriftung, von fremder Hand:
unbeschr.
Objektbeschreibung:
auf den Beinen seitlich lagernde Figur mit Kopf frei im Raum
Aktueller Standort:
Privatbesitz
Aktuelle Präsentation:
öffentlicher Außenraum
Eigentümer:
Privatbesitz
Zugangsart:
Ankauf
Bemerkungen zur Provenienz:
Zugangsjahr unbekannt
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
An das verheerende Oderhochwasser 1997 wird durch viele Werke in Literatur, Film, Bildende Kunst und durch Berichte in den Medien u.a.m. erinnert. Damals wurde vom Landratsamt und dem Amt Barnim Oderbruch ein künstlerischer Wettbewerb für ein Zeichen der Erinnerung an diese Naturkatastrophe ausgeschrieben. Die Leitung der Jury für die Auswahl der Wettbewerbsentwürfe übertrug man Werner Stötzer. Schon ein Jahr später wurde im August in Neuranft das Denkmal „Balance der Kräfte“ von Matthias Körner enthüllt.
Werner Stötzer, dem der Oderbruch zweite Heimat geworden war, verarbeitete dieses Geschehen in seinen zeichnerischen und plastischen Arbeiten mehrfach. Zum Gedenken an dieses Ereignis benannter er eine große liegende Frauenfigur, die zwei Jahre vor dem Ereignis entstanden war, „Die Flut“.
Die stromlinienförmige Gestaltung der Skulptur mit den eng an den Körper angelegten Armen und den geschlossenen und gestreckten Beinen erweckt den Eindruck, als ob die Figur im Wasser mit großem Kraftaufwand gegen ein Hindernis anschwimmt. Diese erzählerische Komponente wird durch die Bearbeitung der Oberfläche unterstützt. Die Strukturen, teils feine rhythmische Linien sowie geschlossenen Flächen, sind der Körperform angepasst. Das ist besonders bei der Rückansicht ausgeprägt. Die stark ausgeprägte, geschlossene plastische Form vermittelt Lebenskraft und Energie.
Auch bei dieser Arbeit wird das „Eigenleben“ des Steines, wie es Stötzer einmal nannte, sichtbar. Die Begrenzung des ursprünglichen Marmorblocks ist zu erahnen.
Weitere Abbildung:

Die Flut (verso)
1995
Marmor
75 x 158 x 40 cm

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Ilona Ripke
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
Digitales Original
Weitere Reproduktionsvorlagen:
s/w Digital Repro
Kernbestand:
ja
Nachlassbestand:
nein

Edition Galerie Schwind, Werner Stötzer: Skulpturen und Zeichnungen 1989-1998, Frankfurt am Main 1998, hier: S. 116, Abb. 43 u. 44 (Die Flut).
Galerie Kunstflügel (Hg.), Franziska Uhl, Werner Stötzer. Radierungen und Steine, Rangsdorf 1999, hier: unpag., Abb.

© VG Bild-Kunst, Bonn; Sylvia Hagen
Foto: Astrid Volpert