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Interieur

Lost Desires

Objekttyp:
Entstehungsort:
Atelier, Düsseldorf oder Duisburg
Gründe der Datierung (Freitext):
Schätzung der Nachlasshalterin
Technik / Material (Freitext):
Ölfarbe auf Leinwand
Maße (HxBxT):
71 x 92 cm
Bezeichnung, durch Künstler/in:
verso Keilrahmen m.: Lost Desires
verso o.l.: Kombination aus Zahlen und Buchstaben zur Farbverwendung
Objektbeschreibung:
braune Turm oder Wandecke, auf dem Boden Hähnchen, Vase mit Blume, umgekippte Vase
Aktueller Standort:
KEHRWALD-ARCHIV
Aktuelle Inventarnummer:
055
Aktuelle Präsentation:
Depot
Eigentümer:
Hannelore Kehrwald, Roland Kehrwald
Zugangsjahr:
2009
Zugangsart:
Erbe
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
Das „Unwirkliche“, über dem Realismus stehende „Surreale“ war für KK offensichtlicher Anknüpfungspunkt, um sich gegen traditionelle Normen zu äußern. Francisco de Goya, ein wesentlicher Vorläufer, wurde von ihm sehr geschätzt wie auch einige Surrealismus-Protagonisten seit den 1920er Jahren – Giorgio de Chirico und Max Ernst. Selbstverständlich begegnete KK auch René Magritte im gleichnamigen Museum während seiner Brüssel-Zeit. Der gesuchte Kontakt zu Michael Buthe während des Studiums korrespondiert hiermit.

Seine über die neu-sachliche Basis hinausgehenden Interieurs provozieren die „heilen Welt“ des Vorjahrhunderts. Geborgenheit bleibt eine Fiktion, wird geradezu grotesk. Das Misstrauen, im privaten Raum ein persönliches Miteinander erwarten zu können, verstärken die Abstrahierung sowie die perspektivischen und proportionalen Unstimmigkeiten.

Mitunter sind Kehrwalds Werke inhaltlich und formal als Collagen angelegt. Zusammengesetzt aus Einzelmotiven werden diese in bühnenartigen Kompositionen arrangiert, wobei auch Ausschnitte aus anderen Arbeiten erneut verwertet werden.
Weitere Abbildung:

Lost Desires (verso o.l.)
1995-1996
Ölfarbe auf Leinwand
71 x 92 cm

© Hannelore Kehrwald, Roland Kehrwald
Foto: Thomas Kumlehn
Vorhandene Abbildungsvorlage (beste Qualität):
Farbe Digital Repro
Nachlassbestand:
ja
© Hannelore Kehrwald, Roland Kehrwald
Foto: Thomas Kumlehn