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Themen

Sachindex
Kirchenbau, Spiritualität des Glaubens

Kirche schwebend

Objekttyp:
Entstehungsort:
Atelier, Berlin
Gründe der Datierung (Freitext):
Schätzung der Nachlasshalterin
Technik / Material (Freitext):
Ölfarbe auf Leinwand
Maße (HxBxT):
140 x 95 cm
Bezeichnung, durch Künstler/in:
verso o.l.: Kombination aus Zahlen und Buchstaben zur Farbverwendung
Objektbeschreibung:
Kirche schwebend auf sich scheinbar empordrehendem Plattenturm, umgeben von weißen Ovalen (Hostien?)
Aktueller Standort:
KEHRWALD-ARCHIV
Aktuelle Inventarnummer:
179
Aktuelle Präsentation:
Depot
Eigentümer:
Hannelore Kehrwald, Roland Kehrwald
Zugangsjahr:
2009
Zugangsart:
Erbe
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
In einem Interview 2006, in Nizza antwortete KK auf die Frage „Sind Sie religiös?“: „Eigentlich nicht. Im Prinzip nicht, aber Kunst ist eine besondere Form der Religiosität. Und Kirchen sind eine Form, um Inhalte zu transportieren. Ein Versuch, sich mit Dingen wie Ewigkeit, Wahrhaftigkeit etc. vertraut zu machen und sich subjektive Möglichkeiten zu erschließen.“
(Interview, Nizza 2006, vgl. Kehrwald-Website)

Im Kirchen-Motiv suchte KK nicht das Christliche, sondern die Spiritualität des Glaubens, vermutet Martin Schwenk. Er war mit Kehrwald zusammen im Orientierungsbereich an der Düsseldorfer Kunstakademie und ist heute Professor für Bildhauerei an der Kunsthochschule Mainz. (nach Schwenk, Martin: Telefonat v. 6.01.2017)

Das „Unwirkliche“, über dem Realismus stehende „Surreale“ war für KK offensichtlicher Anknüpfungspunkt, um sich gegen traditionelle Normen zu äußern. Francisco de Goya, ein wesentlicher Vorläufer, wurde von ihm sehr geschätzt wie auch einige Surrealismus-Protagonisten seit den 1920er Jahren – Giorgio de Chirico und Max Ernst. Selbstverständlich begegnete KK auch René Magritte im gleichnamigen Museum während seiner Brüssel-Zeit. Der gesuchte Kontakt zu Michael Buthe während des Studiums korrespondiert hiermit.

Mitunter sind Kehrwalds Werke inhaltlich und formal als Collagen angelegt. Zusammengesetzt aus Einzelmotiven werden diese in bühnenartigen Kompositionen arrangiert, wobei auch Ausschnitte aus anderen Arbeiten erneut verwertet werden.

Vermutliche Bildvorlage ist eine Skizze, die sich im Zeichnungskonvolut befindet. (vgl. Verweis-Abb.)
Weitere Abbildungen:

Kirche schwebend (verso o.l.)
2004-2005
Ölfarbe auf Leinwand
140 x 95 cm

© Hannelore Kehrwald, Roland Kehrwald
Foto: Thomas Kumlehn

Klaus Kehrwald
unbenannt
undatiert
Bleistift und Gouache auf Papier
29,7 x 42 cm

© Hannelore Kehrwald, Roland Kehrwald
Foto: Elisabeth Linde
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
Farbe Digital Repro
Kernbestand:
ja
Nachlassbestand:
ja

Anna Klinkhammer Galerie (Hg.), Klaus Kehrwald. At Home. Not at Home 2010, hier: (Abb.).
Anna Klinkhammer Galerie (Hg.), Klaus Kehrwald 2017, hier: Abb. www.anna-klinkhammer.de/klaus-kehrwald.html, letzter Zugriff: 4.04.2017
Burkhardt, Liane/Kumlehn, Thomas, Digitales Nachlassverzeichnis Malerei von Klaus Kehrwald (1959–2009), in: potsdamlife. Das Kultur & Gesellschaftsmagazin 2017 2, S. 62-65, hier: S. 62 (Abb.).
Kehrwald, Hanne, At Home. Not at Home 2010, hier: Abb. klaus-kehrwald.de/html/mediathek.html, letzter Zugriff: 4.04.2017
Saarländische Galerie (Hg.), Warum nicht! Pourquoi pas! Why not! Berlin 2012, hier: S. 50 (Abb.).

© Hannelore Kehrwald, Roland Kehrwald
Foto: KEHRWALD-ARCHIV