Druckausgabe (PDF)

Themen

Sachindex
Landschaftsmalerei, Mohnblume, Blumenwiese, Blumenmalerei, Stillleben, Blumenstillleben

Mohnblume am Feldrand

Werkverzeichnis-Nr.:
053
Objekttyp:
Alternative Titel:
Mohnblume im Kornfeld - Heinrich Basedow, Meine Lebenserinnerungen, Hamburg 1973, S. 85; dort eine abweichende Herstellungsangabe
Entstehungsort:
Atelier, Potsdam
Technik / Material (Werteliste):
Öl, Holz, Temperafarbe
Technik / Material (Freitext):
Tempera und Öl auf Holz
Maße (HxBxT):
70 x 40 cm
Signatur:
recto u.r.: Basedow 1928
Aktueller Standort:
unbekannt
Aktuelle Inventarnummer:
053
Aktuelle Präsentation:
unbekannt
Eigentümer:
unbekannt
Voreigentümer:
1928-? Frau Harries, Berlin / Neu Fahrland
Bemerkungen zur Provenienz:
Sammlung Dr. Heinz Müller / Ordner "Basedow, Monographie, Korrespondenz, Rezensionen", S.321, Sekretariat Dr. Peter v. Siemens an Dr. Heinz Müller, Brief vom 10.04.1974:
"Leider müssen wir Ihnen mitteilen, daß in den Wirren um Berlin 1945 alle Bilder verloren gegangen sind. Es existieren bedauerlicherweise auch keine Dias."

Trotz intensiver Bemühungen gelang es nicht in allen Fällen, die Eigentümer ausfindig zu machen. Zur Klärung etwaiger Ansprüche bitten wir Sie, sich mit dem Förderverein des Potsdam-Museums e.V. <vorstand@fvpm.de> in Verbindung zu setzen.
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
Frau Harries, Schwester des Karl Friedrich von Siemens

Basedow: „Etwa 1927 war Nierendorf, der in Berlin die 'Neue Sachlichkeit', zu der ich ja gehöre, propagierte, bei mir. Meine Bilder schätzte er sehr, aber als Händler war für ihn meine Produktion zu gering.“
(zit. n.: Korrespondenz 1978-1989, S. 5, Brief vom 17.01.1978)

Die 1925 von Gustav Friedrich Hartlaub (1884–1963) in der Städtischen Kunsthalle Mannheim ausgerichtete Ausstellung „Die neue Sachlichkeit. Deutsche Malerei seit dem Expressionismus“ macht diese sich seit 1922 ausprägende Formensprache populär. Auch Basedow will das Wesentlich seiner Motive zeigen. Hartlaubs Analyse ordnet ihn dem „rechten Flügel“ zu: zeitlos-idyllisch ohne gesellschaftliche Aspekte.
Stark beeinflusst ist dieser „rechte Flügel“ von italienischen Künstlern um die Zeitschrift „Valori Plastici“, besonders von Carlo Carrà (1881–1966) und Giorgio de Chirico (1888–1978). Basedow bekannte 1978: „Ja, Chirico hat mir immer gefallen.“
(zit. n.: Korrespondenz 1978-1989, S. 96, Brief vom 09.12.1978)

Das Genre der Landschaft, des Landschaftsausschnitts, der Motive: Blumen, Baum oder Feld nutzt Basedow, wie Tier und Ding, als symbolischen Bezug. Es geht ihm nicht um naturnahe, sondern um stilisierte Naturausschnitte. In Reaktion auf den Expressionismus dominieren Einzelheiten in straffem Bildgefüge als neuromantisch-rationalisierte Idylle.
Weitere Abbildungen:

Mohnblume am Feldrand, 1928
Tempera und Öl auf Holz
70 x 40 cm

© Ute Boeters
Foto: unbekannt / Foto: Sammlung Dr. Heinz Müller im Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, Potsdam

Mohnblume am Feldrand, 1928
Tempera und Öl auf Holz
70 x 40 cm
Ausschnitt

© Ute Boeters
Foto: unbekannt / Foto: Sammlung Dr. Heinz Müller im Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, Potsdam
Vorhandene Reproduktionsvorlage (beste Qualität):
s/w Papier
Weitere Reproduktionsvorlagen:
s/w Diapositiv
Kernbestand:
nein
Nachlassbestand:
nein

Sammlung Dr. Heinz Müller / Ordner "Basedow, Monographie, Korrespondenz, Rezensionen", Hamburg 1988. Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, hier: S. 321.
Basedow, Heinrich, Meine Lebenserinnerungen, 1973, hier: S. 85.
Müller, Heinz/Schlick, Johann, Heinrich Basedow : Werden und Werk, Hamburg 1978, hier: S. WV 53.
Paulsen, Rudolf (Hg.), Kunst und Glaube, 1935, hier: S. 16/17, Abb.
Röll, Fritz, Akademie der Künste (Hg.), Grosse Berliner Kunstausstellung 1934, Berlin 1934, hier: S. Nr. 20.

© Ute Boeters
Foto: unbekannt / Foto: Sammlung Dr. Heinz Müller im Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, Potsdam