Druckausgabe (PDF)

unbenannt

Beschreibender Titel:
Schwarzkiefer
Gründe der Datierung (Freitext):
stilistisch vergleichbar mit den 1906 entstandenen Arbeiten
Technik / Material (Freitext):
Mischtechnik auf Papier
Maße (HxBxT):
38.5 x 30 cm
Signatur:
recto u.r.: Margarete Martus
Objektbeschreibung:
Passepartout aus schwarzem Fotokarton, befestigt verso mit Klebeband, Riss o.r., Papier vergilbt, Stockflecke
Aktueller Standort:
Nachlass Margarete Martus
Aktuelle Inventarnummer:
18
Aktuelle Präsentation:
Depot
Eigentümer:
Albrecht Herrmann
Zugangsjahr:
1981
Zugangsart:
Erbe
Voreigentümer:
1961-1981 Liselotte Herrmann
Bemerkungen zur Provenienz:
Liselotte Herrmann war die Gastwirtin von "Baumgartenbrück" und jahrzehntelang Regionalchronistin von Geltow. In den 1930er Jahren beherbergten die Martus-Schwestern zumeist Berliner Sommergäste, so auch Liselotte Herrmann, geb. Lortzing, und ihre Eltern. Sie heiratete den Gastwirt, Eduard Herrmann, von "Baumgartenbrück" und eröffnete 1973 eine Heimatstube in ihrer Wohnung. Nach dem Tod von Margarete Martus bewahrte sie ihren Nachlass.
Kommentar / Kontext / Wirkungsgeschichte:
Die radikalen Neuentwicklungen in der Kunst seit 1880, sei des der Expressionismus, Kubismus, Futurismus etc., beeinflussten die Arbeitsweise von M.M. offenbar nicht. Sie blieb ihrer Melange aus impressionistischem und realistischem Form- und Farbvokabular treu. Ab ca. 1920 werden auch ihre Werke etwas großzügiger im Erfassen des Gesehenen.
„Wenn wir nun aber nach dieser Lehrerinnentätigkeit uns wieder selber gehören dürfen, so finden wir Erquickung in der Natur, in die wir uns als Künstler versenken […] Wir erquicken uns im Beobachten und Studieren alles Gewachsenen und Gewordenen unbekümmert um die verschiedenen Richtungen, die in der Art des Darstellens eingeschlagen werden. Wir haben darum auch keine Jury. Wir sind keine Neusucher; denn wir halten nicht alles Neue für gut und finden die Sucht nach Neuem höchst verderblich; wir streben nicht nach Sensation, wir fassen die Kunst nicht auf als Richtung, sondern als Persönlichkeit.“ (zit.n. M.M.: Zur Eröffnung der Ausstellung von eigenen Werken künstlerisch tätiger Zeichenlehrerinnen, 17.10.1909, vgl. Bibliografie)
Weitere Abbildung:

Margarete Martus
unbenannt
undatiert
Gouache, Bleistift, Aquarellkarton
38.5 x 30 cm
Bildausschnitt recto u.r.: Margarete Martus

© Erben unbekannt; Margarete Martus
Foto: Thomas Kumlehn
Vorhandene Abbildungsvorlage (beste Qualität):
Farbe Digital Repro
Nachlassbestand:
ja

Herrmann, Albrecht, Die Grunewald-Malerin Margarete Martus, in: Bergemann, Velio (Hg.), Flottstelle und Ludwig Mies van der Rohe, Berlin 2006, S. 66-71, hier: S. 68 (Abb.).

© Erben unbekannt; Margarete Martus
Foto: Thomas Kumlehn